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Gelbes Galmeiveilchen (Viola lutea ssp. calaminaria)


"Gelb-blühendes, schwermetallresistentes Veilchengewächs, dessen Verbreitung auf die Erzfelder bzw. (ehemaligen) Hüttenstandorte um Stbg. u. Kelmis begrenzt ist, u. welches der Galmeiflora ihren lateinischen Namen Violentum calaminariae gegeben hat.

Ursprünglich waren die Vorfahren des Galmeiveilchens Teil einer alpinen Vegetationsgesellschaft. Mit beginnender Vergletscherung zu Anfang der letzten Eiszeit wanderte diese Veilchenart in die Ebenen ab u. konnte sich in dem damals hier vorliegenden, sub-nivalen Klima recht gut entwickeln. Als mit beginnender Warmzeit die Vegetation wieder üppiger wurde, blieb dieser Veilchengattung nichts anderes übrig, als sich zunächst auf kargere Böden zurückzuziehen, die von Planzen mit stärkeren Wuchsformen gemieden wurden.

Zu diesen Refugien gehörten ganz offensichtlich auch die wenig tiefgründigen, kargen u. trockenen Böden im Bereich der Kalkstein-Züge unserer Region. Aber auch hier wurde im Laufe der Zeit der Populationsdruck so groß, daß die eingewanderte Veilchenart immer mehr in Richtung der Schwermetall-Böden (Galmeiflora) verdrängt wurde. Über eine Vielzahl von Pflanzengenerationen bildete sich hierdurch eine gewisse Schwermetallresistenz aus, u. im Laufe der Zeit entwickelte sich durch Anpassung u. natürliche Auslese eine neue, eigenständige Spezies, die Galmeiveilchen oder Viola lutea ssp. calaminaria genannt wurde."

Linktipps

Quelle - Stolberg ABC
Galmeiveilchen-Gesellschaft
Violettes Galmeiveilchen
Galmei-Rasen Schmitzens Botanikseite
Galmeiveilchen bei den Erzfeldern um Stolberg und Kelmis (Ostbelgien)

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