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Apotheke - Veilchen in der MedizinVeilchen in der Medizin, als Heilpflanze einst und heute

Bei den Römern und Römerinnen galt das Veilchen als ein beliebtes Katermittel! Lange Zeit waren die Veilchenblüten als Flores Violarum,
das Kraut als Herba Violariae "officinell", d. h. offiziell als Heilpflanze anerkannt und wurde in Apotheken verkauft. Heute heißt die Droge: Viola odoratae herba cum flos.

Noch zur Jahrhundertwende wurde das Veilchen auf vielfache Weise medizinisch genutzt, wie der Auszug aus dem 1903 erschienenen Kräuterbuch von Dr. F. R. Losch zeigt: " Früher waren die Veilchenblüten als Flores Violarum offizinell. Sie kühlen, erweichen und führen ab. Seinerzeit wurden sie zu den vier herzstärkenden Wassern genommen (Ochsenzunge, Borretsch, Rosen und Veilchen). Auch das Kraut war als Herba Violariae offizinell und kam früher zu den erweichenden Kräutern (Eibisch, Malve, Bingelkraut, Glaskraut und Veilchen).

Die Blüte wird auch als Hustenmittel und als schweißtreibend bezeichnet.

Hieronymus Bock empfahl z. B. die Anwendung des Veilchenkrautes und der Blüten "zu allen hitzigen Krankheiten", äußerlich gegen Kopfschmerzen und Entzündung der Leber. Es "behalte den Bauch offen und kräftige das Herz".

Matthiolus gebrauchte das Veilchen gegen Brustleiden, insbesondere Husten, gegen Geschwüre, Augenentzündungen, Harnbrennen sowie zur Beruhigung und gegen Einschlafstörungen.

Zitate aus alten Kräuterbüchern:
"Aus dem Veilchen macht man einen Sirup: Nimm Märzveilchen, die in der besten Blüte stehen, tu sie in eine zinnerne Kanne, gieß heißes Wasser darüber, decke die Kanne voll zu, und lass es 6-8 Stunden stehen; darnach drücke die Veilchen aus, mach abgeseihte Wasser wieder hei8 und schütte es über andere frische Veilchen; das wiederhole 3- oder viermal. Dann tu guten Zucker dazu und lass es über einem gelinden Feuer aufsieden, bis es dick wird. Bewahre diesen Sirup in einem wohlverschlossenen Glase auf. Zwei oder drei Löffel davon eingenommen, löscht die brennende Hitze der schnellen Fieber, bringt Ruhe und Schlaf, hält den Leib offen, löst die Brust und dient besonders den Kindern wider den Husten. Er erweicht auch die Geschwüre, kräftigt das Herz, stillt das Seitenstechen und ist ein Hauptmittel für alle hitzigen Krankheiten. Man kann auch den Sirup zum Einnehmen mit Gerstenwasser mischen.

Veilchensamen ein Quintlein (4g) in einer warmen Hennenbrühe eingenommen, führt ab. Veilchenöl oder Veilchenessig legt das hitzige Kopfweh, damit eingerieben oder Umschläge davon gemacht. Der Saft des Krautes lindert die hitzigen Geschwülste. Das destillierte Wasser dient zu Umschlägen auf schmerzende und entzündete Augen. Wider das Harnbrennen reibe man das Veilchenöl ein." Heutzutage ist die medizinische Anwendung weitaus profaner: Der Aufguss oder Sirup zeigt sich dienlich bei Husten, Bronchialkatarrh und Brustverschleimung.

Hildegard von Bingen verordnete Veilchensaft in Kombination mit anderen Drogen äußerlich gegen Augenerkrankungen wie Trübsichtigkeit, Sehschwäche, Augenentzündungen und Augenbrennen, Bindehautentzündungen, den Saft allein mit Olivenöl & Bockstalg zu einer Salbe verrührt, gegen Kopfschmerzen, Krebs und Geschwüre.

König Karl II schätzte in seiner Kindheit die Halspastillen, die aus Veilchenblütensirup angefertigt wurden.

Henriette Davidis schrieb: "Ein beruhigendes Getränk für an Kopfschmerz und Nerven Leidende ist der Veilchen-Essig:
Zwei bis drei Handvoll Blüten werden in eine Flasche Weinessig gegeben, verkorkt und in die Sonne oder in den warmen Ofen gestellt. Man filtriert und hat nun ein Mittel, von dem zur Behandlung ein Teelöffel voll auf ein kleines Glas gesüßtes Wasser gerechnet wird".

Nach Pfarrer Johann Künzle sind sowohl das duftende Märzveilchen, als auch das geruchlose Hundsveilchen (Viola canina) "eine vortreffliche Medizin gegen Husten und Katarrh, in Blättern und Blüten, gegen Nieren- und Blasenentzündung".

Sebastian Kneipp empfiehlt Veilchen ebenfalls als Hustentee. Für Kinder alle 2-3 Stunden 2-3 Löffel, für Erwachsene täglich drei Tassen; dieser Tee fördere die Schleimabsonderung. Ferner diene dieser Tee, in Verbindung mit Umschlägen oder Waschungen bei Kopfweh und Hitze im Kopf; als Gurgelwasser bei geschwollenem Halse.

Gequetschte Veilchenblätter rühmt Kneipp zum Auflegen auf hitzige Geschwülste und in Essig gesotten auf Bodagraschmerzen.

Nach Messegue wirkt das Märzveilchen hustenstillend, überdies kräftigend und beruhigend. Die milde Substanz, der sogenannte Pflanzenschleim nütze gegen alle äußeren oder inneren Entzündungen, gegen Augenkrankheiten, gegen Magenreizungen (Reizmagen) und Darmreizungen. "Wurzeln und Körner rufen Erbrechen hervor und sind abführend, was sie für zahlreiche Krankheiten, bei denen man sich selbst vergiftet (wie bei chronischer Verstopfung), wertvoll macht."

Kaum ein Kraut soll soviel Vitamin C enthalten wie das Duftveilchen (Viola odorata). Es enthält auswurffördernde Saponine. Auch heute noch hilft ein Aufguss der Sproßteile zu Sirup verarbeitet oder als Tee aufgegossen bei Husten, Bronchitis und Katarrh oder als Mundspülung bei Mund- und Halsinfektionen.

Viola arvensis enthält Saponine und Flavonoide, die gegen Hautausschläge wirksam sind.
Auch das wilde Stiefmütterchen (Viola tricolor) wird für stillende Mütter als Tee empfohlen.
Iim Volksmund unter anderem als "Freisamkraut" bekannt, galt es in der bäuerlichen Hausapotheke auch als wirksames Mittel zur Behandlung des Milchschorfs bei kleinen Kindern.
2007 war das Duftveilchen Heilpflanze des Jahres.

In der Bachblüten-Therapie gebraucht man die Essenz von Wasserveilchen für die "Einsamen und Unnahbaren", potenzierte Zubereitungen entfalten kraftvolle homöopathische Heilwirkungen. In der Aromatherapie dämpft der Veilchenduft Aggressionen und wirkt schlaffördernd.

Siehe auch: Viola palustris

Hildegard von Bingen Rezept

Aus dem Kräuterbuch des Tabernaemontanus

Von der Natur/ Krafft/ Wirckung und Eigenschafft der Veieln
Safft von Veieln
Von gedistilliertem Veielwasser AQUA VIOLARUM und seinem jnnerlichen Gebrauch
Conserven Zucker von Veieln CONSERVA VIOLARUM
Syrup von Veieln SYRUPUS VIOLARUM
Von Veieljulep IULAPIUM VIOLARUM
Kraffttäfelein MANUS CHRISTI VIOLATI genannt
Von Violen Zeltlin
Von Veieln Honig
Von Veielöl OLEUM VIOLARUM
Veielessig ACETUM VIOLACEUM
Von den wildten Veieln oder HundtsVeieln Gebrauch

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