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Veilchenbotanik

 Familie: Veilchengewächse (Violaceae) 
Ordnung: Violales 
mit etwa 23 Gattungen und 830 Arten
In unseren Breiten sind es hauptsächlich Kräuter; doch kommen, vornehmlich in den Tropen, auch Sträucher, kleine Bäume und Lianen vor.

Fast die Hälfte der Arten gehört zur Gattung Veilchen (Viola L.), die in den gemäßigten Gebieten bis hinauf zur Arktis, 
also fast in ganz Europa, wild vorkommt. 
Sie umfaßt einjährige, Stauden, einige halbimmergrüne Halbsträucher.
Übersicht über die Gattung (frz.)

Hauptsächlich in unseren Gärten vertreten sind: 
Im Garten findet man am häufigsten das Duftveilchen, Labrador-Veilchen, Pfingstveilchen, Hornveilchen und, wohl am häufigsten kultiviert,  die Gartenstiefmütterchen.
Übersicht über die bekanntesten Veilchen hier

Mit seinen duftenden Blüten zieht übrigens das Veilchen sozusagen eine Schau ab - sie sind nämlich nicht imstande, Samen zu bilden und brauchen keine Insekten zur Bestäubung. Das gewitzte Veilchen blüht deshalb später, etwa im August, in zweites Mal, diesmal mit Blüten, die so unscheinbar sind, daß man sie kaum sieht. Und diese bilden dann Samen aus, aber auf besondere Art. Ihre Blumenblätter sind nur unvollständig entwickelt, so daß sie geschlossen bleiben. Die Staubbeutel entleeren ihre Pollenkinder auf die Narbe innerhalb der Blüte, die Samen reifen zu kugeligen Kapseln, die später aufspringen und ihren Samen verschleudern. Weder Wind noch Insekten beteiligen sich an diesem Vorgang,  den der Fachmann "Selbstbestäubung" nennt. 

Veilchen sind "Thermometer" denn rosa Veilchen werden bei Kälte Blau, rote und Violette ändern ihre Farbe ins Schieferblaue - also können sie als Wetterpflanze angesehen werden..."Die Pflanzen reagieren sowieso stark auf Temperaturen. Nur unter 8-10 °C werden Blütenknospen gebildet. Ist es wärmer, so bildet sich in den Knospen ohne Bestäubung gleich Saat (Kleistogamie). Daraus folgt: die Veilchen nur in kühlen Räumen vortreiben und erst mit Blüten ins warme Zimmer holen, sonst bleibt die Blüte aus" (Quelle: Jürgen Peters)

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